Wie man die Zulassungsstelle für das Thema Umwelt begeistert!
- Shantoba Eicke, MA, MSc

- 29. Mai
- 3 Min. Lesezeit

Warum sollte mich das interessieren? Wenn ich Ihre persönliche Erklärung oder Ihren ergänzenden Essay lese, müssen Sie mich mindestens 400 Wörter lang fesseln. Meine oberste Regel lautet: Sie müssen mich packen. Sobald Sie anfangen, mich zu belehren, zu langweilen oder von oben herab zu sprechen, höre ich nicht mehr zu. Ich möchte sehen, dass Sie etwas Reales erlebt und dann sofort gehandelt haben (und anschließend greifbare Ergebnisse vorweisen können!).
Gutes Schreiben verleiht Erlebnissen und Aussagen eine persönliche Note. Das klingt selbstverständlich, oder? Doch so viele Menschen vergessen es.
Ich lebte 2013 in Singapur, als ich zum ersten Mal den durch Waldbrände in Indonesien verursachten Smog erlebte. Das wiederholte sich in den folgenden sieben Jahren meines Aufenthalts. Immer mehr Studierende wollten NGOs oder Initiativen gründen, um die drängenden Probleme der Umweltkrisen anzugehen und darüber in ihren Essays zu schreiben. Hier ist mein erster Entwurf:
Eingehüllt wie eine Mumie – die Augen brannten, ich sah kaum einen halben Meter weit, Büros und Schulen waren wochenlang geschlossen – ging ich zu Fuß zur Arbeit. Ich hatte es satt, von zu Hause aus zu arbeiten, es satt, Angst vor dem giftigen Smog zu haben, der draußen vor meinen Fenstern waberte. Ich musste raus, etwas tun. Der Smogindex, der normalerweise unter 50 lag, war über 900 und lebensbedrohlich; all dieses Chaos und diese Störungen wurden durch veraltete Anbaumethoden verursacht, die in anderen Ländern der Welt verboten sind. Mit dem Einsetzen des Monsuns kamen auch die Winde und brachten die schlimmste Smogbelastung auf unsere kleine Insel. In Sumatra und anderen Teilen Indonesiens war dies Alltag und wurde von vielen als notwendig erachtet, um mehr Ackerland zu schaffen. Was wird aus meinen Lungen, dachte ich, als ich hustend über die Straße ging und beinahe von einem Taxi erfasst wurde, das mich übersah. Was wird aus der Moderne?
Singapur – eine strahlende Stadt mit Wolkenkratzern, makellosen Straßen und leuchtenden Lichtern – war in grauen Dunst gehüllt, so sehr, dass selbst tagsüber die Sonne in ihrer ganzen Pracht kaum zu erkennen war. In den Nachrichten war von Rechtswidrigkeiten und den internationalen Folgen der Freisetzung fossiler Brennstoffe in die nährstoffreiche Luft die Rede. Doch ich verabscheute den Dunst genauso sehr wie die Prahlerei, denn es schien, als wollten die reichen Nationen lediglich den wirtschaftlichen Wohlstand und das Potenzial aufstrebender Länder einschränken. Indonesische Bauern bauen uns Kaffee und Schokolade an – sie sind keine gesetzlosen Dinosaurier, sie haben Methode und Erfahrung.
Diese eine Umweltkrise wurde zum Kern einer sozioökonomischen und moralischen Frage, die mich tief bewegte. Ich gründete meine NGO/Forschungskooperation/ Regierungsinitiative/mein soziales Projekt/usw. und konnte beträchtliche Summen sammeln und das Bewusstsein für das Thema schärfen. Ich nutzte diese Erfahrung, um einen wirkungsvollen Aufruf zum Handeln zu starten, denn wir brauchen Landwirte weltweit, und sie brauchen einen fairen Lohn. Nur wenn wir uralte Wälder so unberührt erhalten wie unsere Straßen, können wir alle wieder freier atmen. Mein Plan für das Studium ist es, die Erfahrungen, die ich beim Aufbau meiner NGO gesammelt habe (die von der Zeitschrift/Zeitung hochgelobt wurde), weiterzuentwickeln und so eine wirkungsvolle Zukunft zu gestalten. Das Feuer brennt nicht mehr heller als die Sonne, und ich habe mich von der Mumie befreit, um eine Expertin zu werden.

Letzter Tipp:
Lass deine individuellen Mikromomente eine starke Wirkung auf die globalen Zusammenhänge haben. Und bitte keine KI um Hilfe dabei!
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